Komme Auf Die

Dunkle Seite Der Macht!

Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld.

Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe. Hermann Hesse (1877 - 1962)

This Is VaderBase

Blog 2025


 

31.12.2025 wieder ein hastiger Rückblick

Im Januar ging es gleich nach Berlin für zwei Tage zur Auftaktveranstaltung (Coca Cola Leadership Conference 2025) von Coca-Cola: die neue Star-Wars-Werbekampagne wurde von Peter Brownbill als Yoda und mir illustriert.
Der Anfang war noch ernüchternder, als alles, was wir bisher an Demütigungen erlitten haben: die professionellen Räumlichkeiten der Station Hall Berlin beinhalteten Loungeecken mit Ledersofas, Séparées und andere fürstlich ausgestattete Aufenthaltsräume. Wir wurden, nachdem wir auf dem unbefestigten Matschpfützenplatz parken und uns von ruppigen Parkwächtern anherrschen lassen durften, von einer jungen Dame zu unseren Umkleidegemächern geführt: die "Restrooms". Das britische Wort "rest room" bedeutet Ruheraum und versprach angemessenen Rahmen, aber leider war hier die amerikanisch-englische Bedeutung gemeint. Es handelte sich also nicht um mondäne, ruhige, lederbestuhlte Entspannungsräume, sondern um ganz anders bestuhlte und bepisste und bekotzte, räudige, nasse, ekelhafte, toilettenpapierkonfettierte öffentliche Toiletten. No. Fucking. Way. Von allem Dreck, dem ich bisher häufig unerwartet ausgesetzt war, ist das der mit Abstand erschütterndste Mist gewesen aller Zeiten. Veto. Einspruch. Wenn das die "Umkleide" ist, gehe ich wieder. Sofort und ohne Kommentar. Die Dame sah es ein und wir durften die folgenden zwei Tage im Techniklager zwischen hunderten von Alukisten der millionenschweren Video- und TV-Technik ausharren. Nicht schön, aber zumindest interessant.
Durchaus harte Arbeit, denn von 9 bis 17 Uhr waren wir ständig abrufbereit und mussten die Kostüme vorhalten. Und hey, diese Cola-Motivations-Camps sind ja mal die Motivationalspeechfrenzyhölle pur. Klaas Heufer-Umlauf konnte da auch leider nichts dran ändern.

Der nächste Einsatz sollte wieder für den 501st-Club, der viel von seiner Faszination verloren hat, sein: das faszinierende  TIRA-Weltraumbeobachtungsradar lud zur sehr spannendem Rahmen und exklusiven Einsichten ein. Die wenigen Plätze waren schnell alle vergeben, aber es war kein Vader dabei in der Kostümträgerdelegation. Mein Vorschlag, dem Veranstaltung anzubieten, einen zusätzlichen Platz mit mir als Vader (als unwidersprochenes, eindeutiges und immer wieder bestätigtes Publikumshighlight) zu vereinbaren, wurde von unserem Verein aus leidvoller Erfahrung erwartet schroff zurückgewiesen. Erwachsene ind Weltallkostümen sind selten gute Kommunikatoren oder sozial besonders befähigt. Schließlich hatte ich Glück und ein Platz wurde frei, weil ein Teilnehmer absagte. Leider hat jedoch ein anderes, schon angemeldetes Vereinsmitglied sein Kostüm flugs geändert vom Mando auf Darth Vader. Somit war meine Teilnahme wieder hinfällig, denn zwei Vader gleichzeitig sind natürlich nicht sinnvoll bei einer Veranstaltung. Dieses Mitglied hat nicht auf meine Anfrage reagiert, hier vielleicht wieder das ursprünglich eingetragene Kostüm zu wählen (Mando). Zu meiner Überraschung hat dieser Chris jedoch dann die Veranstaltung nicht als Vader, sondern als Mando besucht. Somit war die Veranstaltung ohne Vader. Erbärmlich und ärgerlich aus meiner Sicht.

Unser Verein hat nun sich der Order von Disney gebeugt und Hochzeiten und Geburtstage als Veranstaltung, die wir gratis ausfwerten können, verboten. Gleichzeitig hat die kommerzielle Schrottausstellung The Fans Strike Back über unseren Verein nützliche Idioten im Kostüm buchen wollen, die zwei Stunden ohne Bezahlung die zahlenden Gäste in der Schande!-Schande!-Schande!-Ausstellung unterhalten und führen sollten. Großartig ist das alles nicht.
Dazu kamen einige Anfragen von Disney, die jedoch, nachdem alle Meldungen und Planungen vorgenommen wurden, wieder abgesagt wurden ohne Angabe von Gründen. ZDF-Fernsehgarten: verboten. Westfield Centro: abgesagt. Disney Event Berlin: abgesagt. Danke für nichts.
Es herrscht eine blanke Angst vor Disney und deren Anwälten, so dass manche Mitglieder sich fragen, ob sie ihre Kostüme überhaupt tragen dürften ohne Zustimmung von Disney. Erbärmlich; denn Outpost One und The Fans Strike Back haben keinerlei Lizenz oder Verbindung zu Disney und sind auch sehr präsent.
Unser 501st-Verein unternimmt nichts, um dieses Klima der Angst zu bekämpfen.

Die früheren Vorteile (exklusive Veranstaltungen, angemessene Bedingungen und Wertschätzung) sind seit Jahren nicht mehr vorhanden. Wir dürfen über den Verein gratis Lego im Laden bewerben (Lego Product Release), wie dumm ist das.

Der unbequeme Kummerkasten vom 501st-Verein wurde abgeschafft. Ein Mitglied des Vereins hat in seiner Signatur eine sehr problematische Losung, die nach einer eindeutigen Abänderung eines berüchtigten Nazispruchs klingt. Das Mitglied reagiert nicht auf meine Anfragen, wie es zu dieser Losung kommt.

Ich habe zwei Veranstaltungen in Oldenburg besucht (alleine, denn leider hat kein weiteres Mitglied unseres Vereins mich begleiten wollen. Bereits im letzen Jahr war auch zum Kramermarkt niemand dabei, um mich zu unterstüzen), um meine jährlich notwendige Teilnahme zu erreichen und weiterhin nicht unangemessen hart bestraft zu werden mittels einer Sperre des Vereins (in der Hoffnung, wieder einmal eine gute Veranstaltung begleiten zu können): das Stadtteilfest Bloherfelde war sehr dankbar und angemessen. Die Oldenbyte habe ich parallel als Veranstaltung angemeldet gegen anfängliche Widerstände des Vereins, um auch die Präsenz in Oldenburg zu erhöhen. Die Oldenbyte war thematisch etwas weiter entfernt vom Star Wars-Thema und die Computerspieler waren leider nur mühsam zu begeistern. Dennoch war es eine interessante Erfahrung, die sogar das Atari VCS 2600 in der Darth Vader Edition, bereitgestellt vom Oldenburger Computermuseum, beinhaltete.




Oldenbyte LAN-Party 2025




Stadtteilfest Bloherfelde 2025




Ein Einsatz im Filmpark Babelsberg kam nicht zustande, was angesichts der vernichtenden Kritiken, die leider nur einen sehr traurigen Rahmen in Aussicht stellten, auch sicher eine gute Enttwicklung war. Der Kramermarkt hat nach zwei Jahren erfolgreicher, professioneller Moviedays mit sehr guten Reaktionen leider in diesem Jahr statt auf Filmhelden nur noch auf billige, selbstzusammengeklaubte Werbemaskottchen und billige Schrottkostüme gesetzt mit verdientermaßen keinerlei (positiver) Reaktion vom Publikum. Diese Lektion müssen die Veranstalter natürlich selbst lernen.

Es gab im Dezember einen Spendenstand im Schlosshöfe-Kaufhaus zu Gunsten des Tierheims, einen (mittlerweile ja von Disney verbotenen) Geburtstag im Landhaus Etzhorn an einem Sonntag mitten im Hochsommer (ich war da im Urlaub) ohne Umkleideraum (!): beide Veranstaltungen waren leider nicht akzeptabel für mich, da ich mich nicht ins Kaufhaus stelle (der Rahmen ist unpassend) und auch ein fehlender Umkleideraum respektlos ist.

Airbus fragte erneut an, um seine legendär schäbigen Family & Friends "Familienfeste", diesmal in Nordenham, durch uns gratis aufwerten zu lassen: da Disney jetzt auch dieses Engagement verboten hat mittels unseres Vereins, gäbe es keinen Fleißeintrag ins Vereinsregister und wir müssten Fahrkosten, Zeit und Verpflegung selbst aufbringen für den Milliardenkonzern. Eine Bezahlung für seinen kommerziellen Auftrag lehnten Airbus und Joke Events ab und wollten uns gerne als nützliche, selbstdraufzahlende Vollidioten gratis erhalten. Das lehne ich natürlich ab. Fazit: drei spannende Einsätze und ein mittlerweile leider nur noch gänzlich unattraktiver Verein in diesem Jahr 2025.

Auch in diesem Jahr ist das moderierte Enthüllungesvideo zur Entstehung des Rasenden Falken nicht fertiggestellt worden. Aber zumindest ist die Seite online, die Videos zur Erklärung sind auch online (aber nur per Link von meiner Seite erreichbar und somit nur eingeschränkte öffentlich). Das Intro/ die Einleitung zum Video hat wieder länger gedauert als gedacht: variable Raumschiffaufhängung (Discovery), farblose oder schwarze Fäden, Reparaturen am Papiermodell, Zwischenstück am Pirateship aus Fimo per Hand erstellt, zweiten Falken mit Ärger auf Kleinanzeigen erhalten, seltenen Moonbus gekauft, Schärfeführung fürs Video optimiert (per Touch, per App, per Finger, per Stift, per Switchbot), Kamera-Slider optimiert (der billige Slider ruckelt etwas, höhere Bildrate und Warpstabilizer per Aftereffects, teuren Harrope Profi-Kameraslider reaktiviert, statt der 3 Meter langen Aluminiumstangen nun fester 2 Meter lange Edelstahlrohre mit 20 mm Durchmesser). Aber für nächstes Jahr bin ich optimistisch.

Im Januar hat ein Virus auf dem extra neu wegen der Sicherheit gekauften WIndows 11-Computer für ordentlich Thermik gesorgt: alle Zugangsdaten (Namen und Passwörter) wurden gestohlen und nach Russland geschickt. Die in Firefox und Google Chrom gespeicherten Zugangsdaten und die E-Mail-Zugangsdaten aus Thunderbird wurden gestohlen. Anschließend gab es viele schreckliche Dinge zu bestaunen: Übernahme von Ebay Kleinanzeigen, Übernahme von Facebook, Übernahme von E-Mailadressen, Umleitung von E-Mails, Käufe bei Saturn und Mediamarkt und bei Klamottenläden, Bezahlung per paypal Gast, Käufer von Gutscheinkarten bei Amazon, Anmeldeversuche auf dem Windowskonto aus Russland... Hölle, Hölle, Hölle. Die Käufe konnte ich alle stornieren, lediglich 7 Euro Gegenwert meiner Paybackkarte wurden von den Verbrechern erfolgreich eingelöst. Mehr Lehrgeld musste ich zum Glück nicht bezahlen. Meine Daten tauchen nun in allen Darknet Combolisten auf und ich bekomme Erpresseremails, die meine verwerfliche Internetnutzung veröffentlichen wollen. Zum Glück war der Rechner neu, das war das beim besten Willen nicht plausibel. Jetzt sind überall Passkey, 2 Faktorenauthentifizierung und Bitwarden aktiviert mit ausgewürfelten Passwörtern. Seitdem ist Ruhe eingekehrt. Hölle, Hölle, Hölle. Das war mir eine schmerzhafte Lehre. GenP ist der nun bevorzugte Zugang zu meinen Programmen.
Der neue Rechner (mehrfach formatiert und neu installiert) kackte dann jedoch unregelmäßig ab (BSODs) trotz aller Updates vom System und der Treiber. Lösung: es gabe eine spezielles Firmwareupdate für die SSD (WB Blue SN 580 2 TB) , das nicht von Windows aktiv empfohlen wurde aber dennoch nach dem letzen Windowsupdate notwendig war. HMB und Limit über 64 GB und NVMe waren hier die Eckpunkte des Ärgers.

Weiteres Highlight: zum zweiten Mal habe ich die Arcadeversion von Galaga 88 durchgespielt. in der untersten Dimension, aber immerhin.



10.09.2025 Filmfest Oldenburg: wir haben ja sonst nichts hier...

Das Filmfest war leider gewohnt glanzlos. Keine Prominenten mehr wie früher (Nicolas Cage, Nicolas Cage oder sogar Nicolas Cage 2016), kaum Publikum, keine Filme von Interesse. Stets die gleichen Personen auf dem roten Teppich, auf der Bühne und auch in der Gruppe von einem Dutzend Hobbyfotografen, die als Kulisse und Blitzviech gratis angelockt werden mit unerfüllten Versprechen von Flair und Fame. Aber zum Testen der Fotoausrüstung kann ich den Termin zumindest nutzen.



Aida Nova Norwegen Impressionen

Schön mit Gas betankt in Kiel unter der Aufsicht der kritischen Augen der örtlichen Feuerwehr, die in Booten das Geschehen überwachte und das Rauchverbot auf der entsprechenden Seite des Schiffs sicherstellt. Gas ist umweltfreundlicher als die ekelhafte, aber billigere Schwerölpampe, die normalerweise verbrannt wird. Ja, wenn du schlank wirken möchstest, musst du dich mit Dicken umgeben. Seit ich einmal erlebt habe, wie aus den Schornsteinen aufgrund unglücklicher Windstärke und Windrichtung schwarze, ekelhafte Teerklumpen massenhaft auf das Oberdeck klatschten, bevorzuge ich den Gasantrieb mit allen Mitteln. Bei unserem Aufenthalt in Oslo, der keinen Landstrom nutzte, sondern die Generatoren mit den Motoren betrieb, konnte ich das schöne Wetter am Deck nutzen, denn die Schornsteine machten zwar ordenlich Krach, aber es gab statt gelbbrauner Dreckswolken und Teerflocken einfach gar nichts zu beobachten, was da in den Himmel gepustet wurde: farblos und ohne Schwebeteilchen gab sich das Abgas recht unschuldig. Ein 10/10 auf der Reisespaßskala: beste Organisation, bestes Wetter, schöne Städte und vor allem bestes Gästestruktur Bord, denn mitten in den Ferien sind die Höchstzahlen an Kindern an Bord. Was für Nichteingeweihte zunächst abschreckend klingen und Kindergeschrei argwöhnen mag, ist in der Praxis der Kreuzfahrthimmel. Denn dieses Schiff bietet mit seinen 337 Metern Länge und 69 Metern Höhe derart viel Kinderplatz und Animation, dass von den Kindern eben rein gar nichts tagsüber wahrgenommen wird. (die Aida Nova ist mit 184k BRT etwas 50 % größer als die selbst schon nicht gerade zirkuszwergenkleine Aida Perla, die wir zuletzt genossen haben). Am Buffet schnappen die Kleinen sich ein paar Spaghetti und auf Wunsch der Eltern einen Brokkoli, dann ein Softeis und ab 20 Uhr sind sie wohlig ermattet mit mindestens einem Elternteil in der Kajüte. Herrlich. Ältere Herrschaften habe ich leider auch einmal erlitten (Westliches Mittelmeer im Mai, außerhalb der Ferien auf einem Schiff, dass nicht mit allen Rutschen und Spielplätzen 'KINDER!' rief.). Am Dritten Tag wollte ich von Bord springen wegen des Verhaltens, des Geröchels, des sich in den Fahrstuhl drängelns und der stundendenlangen Buffetsitzblockaden inklusive ekelhafter Deutschtümeleigeschichten, unfassbar abstoßender Tischsitten und respektloser Personalbeschimpfungen. Hier in den Ferien auf dem Kinderschiff gibt es das alles mitten in den Ferien einfach nie. Alles fein. Schade nur, dass die Abendunterhaltung sehr stark nachgelassen hat, dass der Abschiedskuchen nur noch eine Platikattrappe ist (ich verstehe ja den Grund, aber ich mag diesen Abschiedskuchen so gern) und dass die Trainingsgeräte an Deck ohne Widerstand und somit zum Training nutzlos sind. Auch gibt es leider keine tollen Spezial-Kurse für Erwachsene mehr (3D-Grafikprogramm Blender erlernen, humanoiden Roboter NAO programmieren). Der Rest war, wie immer, 100 % perfekte Freizeitindustrie auf höchstem Niveau für mich. Ein negatives Erlebnis, das eine Menge unnützer Energie gekostet hat


HandyHORROR

Wir fuhren mit der Aida Nova von Kiel los und schipperten die Küste mit Land in Sichtweite entlang. Die gesamte Familie nutze die Handys und schickte Fotos. Ich wunderte mich ob des erstklassigen und schnellen 5G-Empfangs mitten auf dem Wasser und dann durchfuhr mich ein gleissender Schreck ob des finanziellen Armageddons, der sich vor meinem inneren Auge entfaltete: Ich nahm an, dass mitten auf dem Wasser kein Landhandynetz in dieser Qualität vorhanden sein könnte (denn selbst in Großstädten ist das Netz in Deutschland ja selten wirklich gut) und argwöhnte, dass sich alle unsere Handy womöglich ins Mobilnetz des Kreuzfahrtschiffes eingewählt haben könnten und dementsprechend gigantische Kosten verursacht haben könnten. Die Handy-Mobildaten-Flatrate der Aida habe ich uns erspart, da ja die Roamingrichtlinie der EU vor Kosten schützt und wir ja im europäischen Ausland sind. Die Regelung besagt, dass im Ausland keine höheren Kosten entstehn dürfen als im Inland. Jetzt stand aber der Horror im Raum, dass die Handys sich ins Bordnetz eingewählt haben, weil kein langestütztes Handyfunknetz vorhanden sein kann auf dem Wasser. Auf dem Wasser und an Bord solle, so die ersten Informationen, die wir erhielten, die schützende EU-Roamingregel nicht gelten. Die Küste war zwar sichtbar in einigen Kilometern Entfernung, aber es war unwarscheilich, dass da Funknetz bis auf Schiff reichte in dieser Qualität. Wir fragten besorgt an der Aida Nova Rezeption/ Kundenbetreuung nach, wie denn das Bordnetz der Aida heißt, denn das uns angezeigte Netz konnten wir dem Namen nach nicht zuordnen. Die Auskunft war verheerend: das auf unseren Handys angezeigte Netz sei wahrscheinlich das Netz für Seenotrettungsrufe und dort würden pro Minute Onlinezeit 70 EUR berechnet werden. Helfen oder verifizieren könnte man aber nicht. Schönen Tag noch, der Nächste bitte. HORROR. 70 EUR * 60 Minuten * 24 Stunden * 4 Handys ergeben 402.300 EUR Kosten pro Tag. Also knapp 4 Millionen Euro Handyrechnung nach zehn Tagen. Nicht gut. Gar nicht gut. Aber ich war sicher, dass solche Dinge nicht geschehen könnten, da angesichts der Passagierzahlen von 6.600 und der damit einhergehenden Handyanzahl von auch 6.600 bis 7.000 Stück die Chance hoch ist, dass mindestens einem der Passagiere solch ein Schicksal ereilt und auf die geifernde Titelseite der Bildzeitung gebracht hätte. Dsa hätte ich doch mitbekommen. Oder doch nicht? Es sind ja zudem viele Kinder und Jugendliche an Bord, deren Handynutzung selten überwacht werden kann. Es gab auch keine Warnung oder einen Hinweis wie "Macht das Handy aus während der Fahr nach Oslo, denn sobald wir das deutsche Handynetz verlassen, seid ihr alle ruiniert! Nehmt auch den Kindern die Handys weg, sonst seid ihr runiniert!". Ich verstehe, dass die Aida die Internetgebühren gerne verkaufen will, aber hier war die Dienstleistung hinsichtlich der sicher nicht einmalig aufgetretenen Frage nach dem Handynetz leider unterirdisch. Auflösung: Ja, das Handy kann sich ins Seenotrettungsnetz einwählen: man muss jedoch zuvor explizit zustimmen und bekommt eine deutliche Warnung vor den Kosten. Zusätzlich wird die Verbindung aufgrund einer EUR-Verordnung nach 59,90 EUR getrennt und man muss erneut zustimmen. Das war es alles nicht. Wir hatten einfach ein unfassbar gutes Handynetz mitten auf dem Wasser (bei Küste in Sichtnähe, auch wenn es einige Kilometer waren). EUR-Roaming war permanent wirksam. Es enstanden keine Zusatzkosten. Einzige Ausnahme: ein Handy war ganz auf WLAN-Nutzung zu Hause optimiert und pro Megabyte werden regulär ein paar Cent berechnet. Wenn nun im Ausland ein Betriebssystemupdate mit ein paar Gigabyte geladen wird per Mobilfunknetz statt per WLAN, kann es eine durchaus signifikante Rechnung geben, aber natürlich keine existenzgefährdenden Summen.